Die Geschichte von Su-Ellens Waldheim Beizli

Die Geschichte des Su- Ellens

Eigentlich ist der Chrigel von “Sträulis Besebeiz” an allem schuld. Als (unechtes) Rheinkind verbrachte ich mit diversen Freunden und -innen meine Freizeit auf dem Rhein. Wir kämpften uns flussaufwärts Richtung Ellikon mit dem einen Ziel: Zum Sträuli- en halbe Trinke und e Wurscht ässe. Doch auf einmal war er nicht mehr da. So fuhren wir also flussaufwärts und trieben flussabwärts unverköstigt und durstig auf der Suche nach einer Besenbeiz.

Im Sommer 04 teilte ich das Boot regelmässig mit einem attraktiven Mann Namens Ivo. Ich erzählte ihm von meinem Frust und dank seinem Engagement wurde schließlich Lust daraus. Wir entdeckten idyllisch am Rheinufer gelegen das WALDHEIM. Eine Scheune, ein Brunnen, ein Platz- perfekt! Mein - mir inzwischen sehr ans Herz gewachsener- Begleiter erkundigte sich, telefonierte und plötzlich hiess es “fangt halt mal an”. Damit waren unsere “suchenden” Wochenenden beendet.....


Nun waren wir also wirklich gefordert. Wie soll es überhaupt heißen? Mit guten Freunden begann das Brainstorming und anhand meines alten PCs fand ich das Logo. (wir finden es heute noch gut ) Ein guter Freund nähte sich die Hände wund- so entstand das Sonnendach. Derselbe gute Freund spritzte das Logo auf diverse Fahnen. Und wenn uns heute die Rheinschiffer von oberhalb entdecken, so ist das Allein seiner Riesenflagge zu verdanken!! Schnell waren wir uns einig, dass wir bei den hiesigen (Eglisauer) Geschäften einkaufen werden. So beziehen wir unsere Würste beim Metzger Fehr (ein Super Entschluss, unsere Kundschaft schätzt es sehr!) Das Brot stammt auch vom Rhimärt. Eine renommierte Brauerei mit einem autoritären Vertreter (leider nur ausnahmsweise für mich zuständig) besorgte mir innert 24 (!!!) Stunden Tafeln, Sonnenschirme, Kühlschrank und Getränke. Beim Wein waren wir uns einig- da kam nur der gefragte und süffige Blanc de Noirs von “Ölers” in Frage. Wir haben in Marlies und Heinz Gantner nicht nur Super Lieferanten gefunden (Weiß, Rosé und Rot kommen von Ihnen), sondern wir freuen uns auch immer sehr aufs zusammen hocken und degustieren, wenn wir wieder Wein bestellen. Eine Freundin spendierte spontan ihren Gasgrill und so fuhren wir eines Samstag morgens voll beladen mit dem Boot flussaufwärts.Los geht’s 


Wir spannten das Sonnendach, stellten zwei Festbänke darunter, befestigen die Fahne und funktionierten den Brunnen zum Getränkekühlschrank um. Ivo versorgte die Würste im Kühlschrank und schloss den Gasgrill an. Aber halt, da fehlt noch was.....Wir wussten zu beginn unserer Beizer Karriere noch nicht einmal, wo und wie wir unsere Waren versorgen. Würden wir jeden Abend wieder alles aufs Boot laden und zuhause verräumen? Wir hatten die Hoffnung, dass wir ein Eckchen in der Scheune erhalten würden und diese hat sich dann Gottseidank auch bewahrheitet. Der Pächter des Waldheimes ist uns sehr entgegen gekommen und wir durften sogar Strom beziehen! Überhaupt wars so als

Hätts eso müesse sii

Nun kam noch die Toilettenfrage, Wieder gab’s ein Brainstorming mit Freunden. Wir waren uns einig: Kein Plastik. Ich wollte gern ein Herz in der Tür und so beauftragten wir einen befreundeten Schreiner uns ein “Scheisshäusle” zu konstruieren. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir all unsere Waren mit dem Boot zum Waldheim bringen und so war es klar, dass auch das Trumm von “Scheisshaus” per Boot ans Ziel kommt. Am Tag vorher war ein Unwetter und man konnte den Rhein zu Fuss überqueren. Stellt euch einfach vor, es kommt ein Baum oder Ast oder jedwelcher Unrat, der beim Unwetter nicht befestigt war auf dem Fluss zu schwimmen... So waren die Umstände an dem Tag an dem wir das “Scheisshaus” transportiert haben. Ein echtes Abenteuer. In Absprache mit dem Pächter haben wir das Häusle diskret hinter die Scheune platziert. Beim Caravan Müller in Bülach haben wir zu Super Konditionen eine größere Chemietoilette bekommen. Ich habe noch ein- zwei Regale angeschraubt und Comics an die Wand gepinnt. Hach, ein richtiger Kindertraum vom Donnerbalken hat sich da erfüllt. Nur das Zeitungspapier habe ich durch WC Papier ersetzt.

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Unsere Gäste (händer nöd.....)

Alsbald kamen dann die ersten Wanderer. Wir liegen direkt am Wander- und Radfahrerweg Die Fahrrad-fahrer rasen meistens mit einem Speed von 50 km/h an uns vorbei, doch die Wanderer sind erstaunt und freuen sich über die unverhoffte Rast.
Die meisten sind zufrieden mit Bratwurst und Servelat. Doch gibt‘s ja die Figurbewusste Esserin (bewusst in der Weiblichen Form geschrieben ;-) „händer kei Salat?“ NEIN, haben wir nicht- aus dem einen Grund: Wir haben kein fliessendes Warmwasser. Das Restaurant Tössegg 5 min oberhalb von uns, lässt da aber keine Wünsche offen. 
Nichtsdestotrotz wollten wir aber doch auch noch Vegetarierwünsche erfüllen und so boten wir Su Ellen‘s Crêpes an. Crêpes mit Käse und Ei sind am Besten gelaufen, aber auch die Klassischen mit Confi oder Schoggisauce waren sehr begehrt. Ein Schleck war es aber nicht für mich- in der brütenden Hitze Crêpes zuzubereiten. Da hat mir dann die Gemeinde geholfen* - aber das ist eine andere Geschichte.

Mit dem Standard Getränkeangebot sind wir ziemlich gut gelegen. Vermisst wurde Coki light und Rivella. Beides ist jetzt zu haben. Einzig bei Mineral mit „wenig„ Kohlensäure , Rivella grün oder blau müssen wir leider passen. Wir haben schlicht zu wenig Lagermöglichkeiten. Alle Softdrinks haben wir in 0,5 ltr Pet. Kann man/frau also auch gut mitnehmen (und bitte NICHT im Rhein entsorgen).

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Die offizielle Bewilligung

Im Winter mussten wir dann auf der Gemeinde erscheinen und unsere Idee „verkaufen„. Mir haben ganz schön die Knie gezittert als wir uns da den Honoren präsentierten. Alles war vertreten, Gesundheitsamt, jemand vom Bauamt, Gemeinderat... Ich hatte Bilder ausgedruckt, damit man/ frau eine Idee hat, wie‘s bei uns ausschaut und Ivo hat erzählt. Erst wurde die Speisekarte begutachtet und wir haben die Crêpes ersatzlos gestrichen, *da wir dafür auch Warmwasser bräuchten. Ich war - wie oben erwähnt - nicht so sehr traurig. Dann kam die Toiletten Frage. Eigentlich braucht es 3 (!!!!) Männlein, Weiblein und Personal. Da wir aber nur 20 Sitzplätze haben, brauchts eigentlich gar keine. Die Scheune dürfen wir als Lagerplatz benutzen. Bewirtschaften dürfen wir darin NICHT!
Nach ca. 1 Stunde (oder warens 2 ? ) verliessen wir das Sitzungszimmer mit gemischten Gefühlen und ich war ziemlich verschwitzt. Ivo hat das Alles ziemlich souverän gemeistert und im Frühjahr war dann im Gemeindsblättli zu lesen: 

Susanne Bertsch erhält die Bewilligung zum Alkoholausschank an max. 3 Tagen in der Woche. Tja, und so waren wir plötzlich offiziell.

Das Jahr 2005

Seit Ostern sind wir nun wieder am „besen”beizen. Hat sich ganz schön hingezogen, bis der Sommer dann endlich kam. Daher hat Ivo einen Kräutergarten angelegt und Primeli, Gladiolen und Rosen gepflanzt.

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So werden unsere Plättli mit hauseigenem Salbei, Rosmarin oder Peterli dekoriert. 

Praktisch sind die vorbeischlenderten Pferde- die Äpfel sind super Dünger für die Rosen und Ivo freut sich immer wie ein kleines Kind, wenn er wieder eine Schaufel voll hat.

Und unter dem „HEUTE SPEZIAL„ ist meistens der Haloumi Grillkäse aus Zypern zu finden. Ivo grillt ihn zwar nicht so gerne, aber ich hab‘s trotzdem durchgesetzt ;-)
Auch Schleckmäuler sind gern gesehen. So bieten wir Tito's Glaçe an ( ihr wisst schon, die feine Pizzeria in Buchberg, die machen das Glaçe auch selber)

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Etabliert?

Mittlerweile sind wir schon bekannt wie ein bunter Hund. Wir haben viele Stammgäste und sind wohl ein echtes Bedürfniss der Bevölkerung geworden. Obwohl es recht viel Arbeit und Aufwand ist, sind wir immer noch mit grosser Begeisterung dabei. 
Wir haben gehört, dass es anscheinend Pläne gibt, welche vorsehen das Beizli zu schliessen. Leider wurden wir nie offiziell darüber informiert und wir haben auch nie jemanden dieser Komission bei uns gesehen. 

Nun, wir werden sehen. Hoffentlich dürfen wir euch noch recht lange verwöhnen, der Natur Sorge tragen und den Grillplatz aufräumen....

Es isch eso eifach: Üs gahts guet, wänn ihr de Plausch händ!

Man kann uns buchen

Wir sind selbstverständlich auch für Betriebsausflüge, Hochzeitsapero, Überraschungsparties ect.. zu haben. Eine Schlechtwetter Variante können wir in unserem Rest. Wiler32 auch anbieten. www.wiler32.ch 


Rufen Sie uns an:Am Besten können wir unsere Gäste vor Ort bei einem Glas Wein beraten - (fast) Alles ist möglich!

+41 (0)76 436 11 12



Hier finden Sie uns

Sie erreichen und zu Fuss, mit dem Velo oder übers Wasser. Hier die Kartenansicht

Nähe: Zürich, Waldshut-Tiengen, Bülach, Winterthur, Schaffhausen

Kontakt

  • +41 76 436 11 12
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Su-Ellens Waldheimbeizli

Öffnungszeiten

Sa-So  
 ab 11 Uhr
Nur in den Sommermonaten und bei sonnigem Wetter

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